Hör auf Dein Herz, Mama - Durch Intuition hin zur Wunschgeburt
- 21. Apr. 2023
- 5 Min. Lesezeit
Findest Du, dass das abgedroschen klingt oder hat dieser Satz, seit Du schwanger oder Mama bist, erst zum ersten Mal an Bedeutung gewonnen?
“Hör auf Dein Herz” oder besser “Hör auf Deinen Bauch”, was?
Es ist uns abtrainiert, unserer Intuition zu folgen. In unserer Gesellschaft aus Pflichten, Aufgaben, Zeit- und Konkurrenzdruck, Medien, Werbung und all diesen sehr präsenten Einflüssen wird die Stimme in unserem Inneren immer leiser und leiser und dann oft nur noch als Flüstern wahrgenommen.
Doch sie ist da und besonders in der Schwangerschaft wird sie meist lauter und deutlicher.

Grundsätzlich ist es einmal wichtig zu verstehen, dass wir, wie alle Lebewesen, sehr intuitiv und instinktiv sind. Wir meinen immer, uns so dolle von anderen Lebewesen zu unterscheiden, doch im Grunde funktionieren wir nach denselben Gesetzmäßigkeiten und Naturregeln. Doch durch die technischen Errungenschaften der letzten Jahre und Jahrzehnte entfernen wir uns immer mehr von unserer wahren Natur…Stück für Stück weg vom Glück?! Das ist, denke ich, einen eigenen Artikel wert.
Doch nehmen wir einmal nur das Beispiel der klinischen Geburtshilfe. Mit Hilfe der Technik ist es uns nun möglich, eine Geburt vom Hebammenstützpunkt der Klinik zu “betreuen”. Das bedeutet, dass Hebammen, während sie tonnenweise Papierkram erledigen müssen, an Monitoren die Herztöne des Kindes und die Wehentätigkeit der Frau (welches über das CTG aufgenommen wird) “beobachten” können. Ein HANDwerk, welches dazu verdammt wurde, Schreibkram und Mehrfachbetreuungen in Kliniken abzuarbeiten, anstelle bei der werdenden Familie zu sein. Die Technik verdrängt einen der intuitivsten Berufe der Welt und schiebt sich immer mehr in einen der instinkthaftesten Vorgänge des Lebens. Und dies alles im Sinne der “Sicherheit”?! Fragwürdig, denn natürlich ist eine Geburt mit einer lückenlosen Hebammenbetreuung weitaus sicherer als vermeintliche Überwachungstechnik. Wehen zu tasten, die Frau in ihrer Geburt zu sehen und ihr beizustehen, dem Baby gut zuzusprechen, die Möglichkeit auf Bewegung, Wasser und Massage, Tönen und Essen und Trinken, die Einbeziehung des Vaters, die Förderung der Selbstbestimmung der Gebärenden in unterstützender Atmosphäre ist, was eine sichere Geburt grundsätzlich benötigt.*
Denn wer kennt sich am besten aus? Eine selbst-bewusste Gebärende natürlich. Und dieses Vertrauen in sich selbst und das Baby zu stärken, ist, was eine allumfassende Schwangerschafts- und Geburtsbetreuung ausmachen sollte. Und natürlich auch darüber hinaus, wenn das Baby da ist und der eigentliche und wunderschönste Wahnsinn beginnt.
Unsere heutige Geburtsmedizin ist aber leider sehr darauf ausgelegt, Risiken und Gefahren in den Vordergrund zu stellen. Und das oft sehr subtil. Man merkt es kaum. Doch bereits beim Ausmessen des Babys geht es ja darum, zu schauen, ob dieses Kind eventuell im “Geburtskanal” (schreckliches Wort für etwas so Heiliges) stecken bleiben könnte. Der obligatorische Diabetestest, Einleitungen am Geburtstermin wegen “zu wenig” Fruchtwasser oder “zu großem Kind”. Oder ganz banal, das ablehnende Gesicht eines Frauenarztes, wenn man das Wort “Hausgeburt” in den Mund nimmt.
Ich werde nie vergessen, wie man sich in meiner Ausbildungsklinik über eine Hebamme des Hauses förmlich lustig machte, weil sie selbst eine Hausgeburt beim ersten Kind hatte…und das auch noch im Wasser! “Das ganze Blut überall, so eine Sauerei…Also ich finde das viel zu gefährlich!” Wenn Geburtshelfer so reden, wie soll man da als Frau auf sich vertrauen können? Wenn einem das Geburtsteam eigentlich gar nicht zutraut, aus eigener Kraft und ohne Intervention zu gebären.
Natürlich zeige ich hier Extreme auf, doch es sind meine eigenen Erfahrungen und Erlebnisse und nichts ist aus der Luft gegriffen. Und ich weiss natürlich auch, dass es massenweise Geburtshelfer da draußen gibt, welche die Selbstbestimmung und seelische und körperliche Unversehrtheit der Familien in den Vordergrund stellen und wahren (wollen).
Und wie findest Du Dich nun in dem Ganzen wieder? Wo ist Dein Platz?
Nun geht es also darum, Deine innere Stimme auch wirklich wahrzunehmen und richtig zu deuten - diese wunderbare Intuition, die wirklich immer da ist, stets Zeichen sendet und Hinweise gibt.
So kann es gelingen, bereits in der Schwangerschaft herauszufinden, was Du willst und wie Du gebären und als Mama leben möchtest. Es ist nicht verrückt, zu spüren, dass eine Alleingeburt das Richtige für Dich wäre. Bitte lese hierzu meinen Artikel über Freie Geburt und Alleingeburt.
Oder vielleicht brauchst Du wirklich Kinderärzte und Spezialisten um Dich herum und es erweist sich im Nachhinein als die absolut richtige Entscheidung für Dich und Dein Kind. Deine innere Stimme wird Dich leiten und wie oft habe ich bereits davon gehört, dass Schwangere genau gefühlt hatten, dass etwas nicht stimmte und Geburtshelfer evt. sogar abwiegelten, die Frau dann aber auf eigene Faust in die Klinik ging und damit ihr Kind vor Schlimmerem bewahren konnte. Intuition, Instinkt - diese uns angeborenen Fähigkeiten sind besonders stark, wenn die Mutter in uns erwacht.
Geburt ist sehr instinktiv und während einer ungestörten Geburt sind ganz alte Hirnareale aktiv, das sogenannte “Reptiliengehirn”. Dies hat nichts mit Rationalität zu tun, sondern nur mit purem Instinkt. Das kann erstmal etwas irritieren, denn unser Verstand setzt sprichwörtlich aus. Als ich gebar, war von der Hebamme Isabel nicht mehr viel übrig. Und das war gut so. ;-) Die Geburt war völlig instinktiv und intuitiv, geleitet von meinem Körper und meinem Sohn, der ganz genau zeigte, wo es wortwörtlich lang geht.
Und als Hebamme solche Geburten zu betreuen, ist natürlich wunderschön. Alles scheint im Fluss und Einklang.

Wie hören wir diese innere Stimme nun? Ist es ein Gefühl, ein Gedanke, eine Körperempfindung, ein Zwang, etwas unbedingt tun zu müssen, ein ganz starker Gedanke, der Dich nicht loslässt, ein Dejavu? Es kann viele Gesichter haben.
In vielen Fällen, wenn die Verbindung zu Deinem Baby stark ist, kannst Du auch klare Zeichen des kleinen Lebewesens in Deinem Bauch wahrnehmen.
Lese bitte hierzu meinen Artikel “Dein Baby ist die Hebamme”, in dem ich beschreibe, wie mein Sohn Laya ganz klare Zeichen sendete, wo und wie er geboren werden wollte und dass ich ihm vertrauen konnte, dass alles einfach nur gut werden würde.
Wie fühlst Du Dich jetzt? Benötigst Du etwas “Feintuning”? Wäre es gut, wenn Du Deine Intuition besser wahrnehmen könntest?
Stehst Du gerade zwischen den Stühlen? Will Dein Arzt das und Du das? Willst Du das und Dein Partner dies?
Hattest Du bereits eine Geburt, bei der Du intuitiv dachtest, es hätte anders laufen können?
Dann kann ich Dich eventuell dabei unterstützen, an diesem “Feintuning” zu arbeiten.
Ich würde mich sehr darüber freuen. Ich biete das unterstützende Angebot “Hör auf Dein Herz, Mama” an, in dem es darum geht, sich (wieder) zu vertrauen, auf sein Baby und das Bauchgefühl zu horchen und wirklich “guter Hoffnung” zu sein, wie man früher so wunderschön sagte.
Mit verschiedenen und ganz individuellen Modalitäten werde ich Dich auf Deinem Weg zu einer selbstbewussten und intuitiven Mama in einer oder mehreren Online Sitzungen begleiten. Schaue hier, welches Unterstützungsangebot am besten zu Dir passen könnte: https://www.yourmidwifehour.com/de/avenues-of-support-offerings
Oder buche doch einfach ein kostenloses Kennenlerntelefonat unter yourmidwifehour@gmail.com und erfahre mehr über meine Angebote.
Ich freue mich auf Dich!
*Wir sprechen hier von gesunden und physiologischen Geburten - der absoluten Mehrheit.

